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Die Tuareg Rallye in Marokko

 
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rallyelady
Lady Powerhouse
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BeitragVerfasst am: 23 Apr 2008 23:28    Titel: Die Tuareg Rallye in Marokko Antworten mit Zitat

"Die Tuareg Rallye 2008 in Marokko".
Erlebnisse, Erfahrungen und Emotionen.




Die Tuareg-Rallye begann diesmal mit einem Paukenschlag der besonderen Art. Vier Tage vor unserer geplanten Abfahrt, als ich gerade noch die Bremsen vom Fronti auf Vordermann brachte, klingelte das Telefon. Uli fragte zweimal nach, ob ich sitze, und teilte mir dann mit, dass sie sich den Mittelfuß gebrochen hat und nicht weiß, ob sie fahren kann. Schock! In mir beginnt es zu rattern: Nicht fahren kommt nicht infrage, aber wie fahre ich allein? Ein Motorrad-Roadbook müßte her, aber wo montiere ich das im Auto? Und wie bringe ich das GPS an, um es vom Fahrersitz aus bedienen zu können?
Sonntag mittag kommt der erlösende Anruf: Uli will es probieren. Es gibt jetzt zwar noch ein paar kleinere organisatorische Probleme, weil Uli nicht, wie geplant, mit dem Zug zu mir kommen kann und außerdem am Mittwoch, wo wir eigentlich los wollten, nochmal ins Krankenhaus muss, aber ihr Mann Stefan, der die Rallye mit einem alten Range Rover fährt, und ich tauschen kurzerhand vorübergehend die Beifahrer, und so treffen wir uns alle am Freitag in Mojacar.
Die beiden anderen Autos vom Dreamteam 4 Desert waren schon da und es gab ein großes Hallo zum Wiedersehen. Immerhin waren seit unserem letzten Treffen bei der Winkeparty schon fast zwei Wochen vergangen.
Der Samstag verging wie im Flug mit letzten Vorbereitungen am Auto, dem Begrüßen von alten Bekannten und einer kleinen Flussbettfahrt mit anschließendem Picknick am Strand.
Am Samstag nach dem Frühstück ging es los zur Fähre nach Almeria. Uli experimentierte unterwegs mit verschiedenen Kombinationen ihrer drei Fußkissen. Bis wir im Hafen ankamen, war klar: zwei Kissen, ein Stück Schaumstoff, und rallyetauglich ist der Fuß.
Am Hafen waren zunächst die Formalitäten zu erledigen und dann blieb noch genügend Zeit, alte Bekanntschaften aufzuwärmen, neue Bekanntschaften zu schließen und die Fahrzeuge der Konkurrenz in Augenschein zu nehmen.


Die Fähre war zwar pünktlich, jedoch machten starker Seegang und eine nicht funktionierende Kabinenbelüftung die Überfahrt nicht gerade angenehm. Umso heißer waren wir auf marokkanische Morgenluft und die ersten Rallyekilometer!

Auf dem Programm stand zunächst die Navigationsetappe „Felder von Nador“. Alles lief wunderbar, bis wir an einem bestimmten Punkt feststellen mussten, dass der nächste GPS-Punkt laut GPS/Luftlinie weiter entfernt war als laut Roadbook!? Gibt es eine gekrümmte Luftlinie? Dies schien uns so unwahrscheinlich, dass wir die letzten Bilder zurückfuhren, um die Navigation zu überprüfen, aber wir hatten uns genau ans Roadbook gehalten! Mittlerweile trafen wir auch ein paar andere verunsicherte Teilnehmer. Letztendlich fuhren wir den GPS-Punkt an und stiegen von dort wieder in die Navigation ein. Der Rest der Etappe verlief erfreulich ereignislos. Nach 70 Überführungskilometern auf der Straße erwartete uns die erste Sonderprüfung.

Die ersten zwei Drittel fuhren wir sauber durch, hatten sofort unseren Rhythmus gefunden. Dann hatten wir ein kleines Navigationsproblem und begingen den Fehler, uns an Jan, dem tschechischen Autoprofi, den wir am Horizont sehen konnten, zu orientieren. Wir hatten ihn ca. 2 km verfolgt, als er umdrehte – also waren wir doch falsch. Wir wussten dann ja schon, wo wir falsch gefahren waren, und machten uns schleunigst auf den richtigen Weg zum Ziel. Letztendlich wurden wir auf dieser Etappe zweite und waren entsprechend stolz auf uns. Geschlagen hatte uns nur Stefan mit seinem Range.

Über die Navigationsetappen „Sakka“ und „El Hay“ kamen wir zum Tagesziel nach Missor. Weder das Auffinden der verdeckten Kontrolle noch die Wasserdurchfahrt bereiteten uns Probleme. Bei der Wasserdurchfahrt hatten wir im letzten Jahr gut aufgepasst: „Wenn sich’s kräuselt, kann’s gar net so tief sein!“ Danke, Guido!

Tag 2:
Der Tag begann gleich mit der 90 km langen Sonderprüfung „Talsint A“, die zum Teil aus Strecken der Rallye Dakar besteht. Wir bewältigten die Strecke ohne Probleme und erreichten zufrieden den ersten Kontrollpunkt. Eine vermeintliche verdeckte Kontrolle hatte sich bei näherem Hinsehen leider als Notarztteam im Einsatz entpuppt. Umso mehr weiß man dann zu schätzen, wenn man wieder eine Etappe gesund und munter überstanden hat.
Nach 50 km Straßenüberführung durften wir wieder ins Gelände, und zwar auf die Navigationsetappe „Col de Belcasem“. Die Strecke war undankbar zu fahren, Uli meinte, sie tauge auch als Abtreibungsmethode. Die folgende Navigationsetappe „Tafilatet“ war zwar streckenweise genauso hoppelig und glich zwischendurch wirklich einem Kartoffelacker, entschädigte aber durch tolle Landschaften mit Wüstenblumen.



Wieder auf Asphalt angekommen, machten wir in Erfoud einen kleinen Tankstopp. Nach 20 km Asphalt war es dann Zeit für die zweite Speziale des Tages, die „Erfoud“. Die ganzen 60 km liefen ohne Probleme, zweimal mussten wir etwas langsamer machen, um den richtigen Weg nicht zu verpassen. Wir waren ein klein bisschen beunruhigt, weil wir den ganzen Tag keine verdeckte Kontrolle aufgestöbert hatten. Abends erfuhren wir allerdings, dass auf unserer Strecke tatsächlich nichts war. Nur die Profis waren heute mit einer VDK bedacht worden.

Tag 3:
Nachdem wir schon gestern einige kleine Dünen durchquert hatten, stand für Uli fest, dass sie drei Tage Dünenfahren ihrem Fuß nicht zumuten konnte. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Ersatz. Als erste fragte ich Claudia, die Physiotherapeutin des Teams Kaiser, die schon letztes Jahr für Stefan als Aushilfsbeifahrerin unterwegs gewesen war. Und siehe da, sie hatte wieder Lust!
Also starteten wir nun mit der ersten Sandpassage durch den "Rissani", 3 Minuten gefahren, erste versteckte Durchgangskontrolle. Wow, das ging schnell, wir fuhren nach den angegebenen GPS-Punkten und haben dabei wohl geschludert, wir übersahen um circa 150 Meter eine weitere Kontrolle, die innerhalb von 6 km lag. Das erfuhren wir auch erst gegen Ende dieser Etappe, bei der wir auch sehr gut zu recht kamen, nebenher ein paar Einweisungen und Tipps für Claudia, die sowas ja nicht jeden Tag macht. Wir kamen am mächtigen Tafelberg dieser Gegend vorbei. Wir fuhren über Pisten einer hübschen einsamen Gegend mit riesigen Ruinen, die sehr gut erhalten waren.

Wir fanden unseren Weg prima, passten die DK ab und fuhren nun zum ersten Mal in den Erg Chebi für 7 km. Der Einstieg war leicht zu finden, aber die Dünen hatten es in sich, zu mal sich René und Michael kurz vorher mit dem eigenen Fahrzeug überschlagen hatten. Sie hatten Gott sei Dank einen Käfig, damit konnte Schlimmeres vermieden werden. Puh, sie halfen mir auch kurz drauf von einem Kamm runter, den ich nicht hoch kam, da mir der Schwung ausging. Somit fuhren wir fast den letzten Rest von ca. 4 km zusammen, immer abwechselnd mit Aussteigen und Gucken, was ratsam ist, wenn man sich nicht sicher ist. Schritt für Schritt, Düne für Düne. Dann war das Ziel in Sicht, Luftlinie schätzungsweise 1 km und wir fuhren hinaus aus den Dünen.

Die Zwei fuhren sich leider noch mal fest und schafften ihr Zeitlimit nicht. Schade. Auch wir waren etwas groggy, aber auch froh, gesund und munter wieder im Lager zu sein. Der Tag endete noch mit einem kleinen Tankausflug nach Rissani-Stadt, um den Benzinhaushalt wieder zu ergänzen.

Dann hatte Claudia, unsere Physiotherapeutin, noch ihre Kunden, die auch noch ihre Behandlung via Massage,.... wollten. Somit endete dieser Tag, Claudia fiel fast tot ins Bett und ich war auch hundemüde, denn dieses Stück im Erg Chebi hatte ich bis dato noch nie geschafft. Also eine kleine Premiere.

Tag 4:
Die Königsetappe führte uns dieses Jahr gute 46 km durch den Erg Chebi. Nachdem Claudia leider keine Zeit hatte, meldete sich kurzerhand Pitter, ein Freund aus dem Motorradamateurlager, um bei mir beizufahren.

Er meinte, um sein Kreuz zu schonen, weil er immer sein Motorrad im Sand versenkt, wäre das mal eine willkommene Abwechslung und irgendwann wollte er schon immer mal in den Genuss kommen, in einer Dose (in meinem Auto) mitzufahren. Er fragte mich, was er tun und lassen sollte, um mich durch diese Etappe zu lotsen. Als Antwort gab ich ihm: Rede nach deinem Gefühl, wie du selbst navigieren würdest. Es klappte super, schwerpunktmäßig fuhren wir nach bestimmten Gradzahlen immer auf unsere GPS-Punkte zu, hakten diese ab und fuhren unseren Kollegen um die Ohren. Aber auch ein ordentliches Befreiungsmanöver unseres eigenen Fahrzeuges schreckte uns nicht ab, weiter Gas zu geben, denn man hatte uns teilweise schon überholt. Durch einen Fahrfehler zweier Autos in einem Kessel standen 4 Autos dort Schlange, aber es ging nicht weiter. Also umfuhren wir diesen Kessel 3 Dünen weiter, setzten uns somit von den anderen ab, schaufelten aber auch einmal großzügig, bis diese fast aufholten. Wir ließen sie trotzdem hinter uns.



Ich hatte tierisch Spaß an diesem Tag im Sand, es lief wirklich geschmeidig, hoch, Horizont, runter, Sand,.....hoch und runter. Einfach genial. Pitter hatte richtig klasse navigiert und ebenfalls Spaß dabei, obwohl er beim Schaufeln auch mit anpacken musste. Dieser Tag endete mit dem 3. Platz in der Tageswertung, vor uns war noch der Berliner Landy (wäre eigentlich in der Profiklasse gestartet) sowie der Iltis, die eigentlich auch in der Profiwertung mitfahren wollten, ihnen beiden fehlte aber der Käfig im vorderen Bereich des Fahrzeuges.
Nachmittags köpften wir vor lauter Freude ein 5 Liter eisgekühltes Krombacher Partyfässchen mit all unseren Freunden, denn sowas muss gefeiert werden.

Ein gelungener Tag, auch Uli hat sich sehr darüber gefreut, dass es so gut geklappt hatte, denn es war ihre Idee mit Pitter. Aber trotzdem habe ich Uli schon auf ihrem Platz als Navigatorin vermisst. Damit haben wir Pitter zur "Ehrenwerkstattzicke" ernannt und werden morgen noch mal einen drauflegen, soviel stand fest.

Tag 5:
Das Dünenrennen, es galt für uns Amateure 2 Runden à 18,8 km so schnell wie möglich abzufahren.
Gesagt ist leichter als getan.

Pitter navigierte wieder exakt, wir fuhren uns auch wieder ein wenig fest, schaufelten uns mit 2- 3 Zügen frei und weiter ging die wilde Fahrt. Die Dünen des ersten Teils ließen sich teilweise wie auf einer Autobahn befahren. Doch zwischendurch muss man sich auch einen neuen Weg suchen, nämlich dann, wenn die Kämme abgefahren sind oder der Sand um die Mittagszeit immer weicher wird, man versinkt förmlich, ohne groß etwas dazu beizutragen. Der zweite Teil war richtig interessant, denn man fuhr die Düne regulär hoch, sieht den Horizont, aber, jetzt kommt`s, diese fällt entweder direkt nach rechts oder links ab, luv & lee, also nicht gerade eine Kaffeefahrt, man muss sich schon sehr konzentrieren und den Sand ein wenig lesen können. Ich habe schon sehr viel in den letzten 4 Jahren hier dazu gelernt und es macht richtig Laune, dabei zu sein.

Das Ende der ersten Runde schien nahe, bis wir einen etwas heftigeren Einschlag nach einer Düne hatten. Diese war im Anschluss kurz, unser Hinterteil wog sich auf und fiel etwas unsanft wieder runter. Gefühlt so circa 30 cm. Wir hingen in unseren Gurten, schauten uns an, stellten fest, dass alles neu sortiert war (nur Kleinkram, alles andere ist ordentlich verzurrt), schnauften kurz durch, weiter geht`s.
Ein komischer Geruch, der plötzlich im Auto war, machte uns stutzig. Ich dachte, o.k., die Kupplung, aber die hab ich heute nun wirklich nicht strapaziert. Es roch nach Benzin. Also hielt ich an und tatsächlich, als ich unter das Auto guckte, sah ich, wie es Benzin pieselte. So eine ....................... Halleluja, auch das noch. Das sollte wohl das Ende für heute sein. Es lief nur, wenn der Wagen lief, soviel stand schon mal fest, auch dass wir die erste Runde noch fertig fahren würden. Ich hatte vollgetankt und hatte somit genügend Reserve. Wir zogen noch schnell die Rappelkiste von Uwe und Dennis von einer Düne runter, die sich festgefahren hatten, gaben unsere Bordkarte ab, meldeten uns ab und verließen schon etwas angenervt die Strecke. Eigentlich wären wir zeitlich gut gelegen, um noch etwas zu schaffen, aber es ist besser, kein Risiko einzugehen, denn mein Fahrzeug muss morgen wieder fahren. Also ab ins Lager, Tank ausbauen, Fehler suchen und finden & nach Befund wieder instandsetzen.





Nachdem ich auch noch alle 4 Befestigungsschrauben abgerissen hatte, der Tank wirklich dicht war, fanden wir heraus, dass die Fangbänder der Haltewanne gerissen waren, der Kunststofftank einen Dämpfer bekommen hatte,
aber wo ist der Übeltäter?
Nach etwas Suchen fanden wir diesen: Die Benzinzufuhrleitung aus Kupfer war angerissen und wir sahen nach etwas Rost wegkratzen die Bescherung. Ein kleiner Riss von 4 mm am Schaft. Da hilft nur eins: 2-Komponenten-Metallkleber, 2 Lagen und Sikkaflex noch zum Dämpfen.
Mit großer Unterstützung vom Serviceteam vom Lutschershop & Rappelkiste, an dieser Stelle noch mal ein RIESEN DANKESCHÖN, musste nur noch der Tank wieder eingebaut werden. Die Lösung bestand darin, dass der Tank mit 2 Ratschengurten in der Wanne befestigt wird und diese, eben weil nicht anders möglich und nun endlich das Schweißgerät eingeweiht werden konnte, damit angeheftet wird. So viel zum eigentlich freien Nachmittag, pünktlich zum Abendessen waren wir fertig. Immer wieder eine Überraschung, was so auftreten kann, denn ehrlich gesagt, da hatte ich nicht hingesehen und Handlungsbedarf für eine Rallye gesehen. Zwei Tage vorher benötigte ich unter anderem auch mein mitgenommenes Benzinpumpenrelais. Dieses hab ich seit dem Rat "Zweier Weiser Männer" nun immer dabei. Ist eine Schwachstelle beim Frontera. Man lernt nie aus und ganz nebenbei hat sich Michael noch mit handgeklopften, landestypischen Fliesen eingedeckt.

Tag 6:
Von Mersouga in Richtung Missor starteten wir erstmal auf eine 80 km Wertungsetappe, die allerdings noch mal 10 km durch den Erg Chebi ging. Wir hatten uns allerdings mit Guido (Lutschershop) und Stefan (Range) beraten und nahmen 2 Stunden Strafzeit dafür in Kauf, um das Dünenfeld zu umfahren.
Aus diversen Sicherheitsgründen: Für Ulis Fuß wäre das meiner Meinung nach zu unangenehm geworden, ein kräftiger Einschlag hätte evtl. Komplikationen des Bruches hervorrufen können.
Stefan hatte Motorprobleme, er verlor Wasser, was sich aber im Laufe dieses Tages noch verflüchtigte. Ja, es geschehen hin & wieder seltsame Dinge.
Guido und Dani lehnten sich auch an unserer Variante an, einfach aus Sicherheit. Also stiegen wir gemeinsam an einem bestimmten Punkt des Roadbooks wieder ein (nach Absprache mit dem Veranstalter) und fuhren unsere Etappe. Spektakuläres fand sich unterwegs unserer Meinung nach nicht, allerdings war die Etappe landschaftlich sehr sehenswert



und führte ein Stück auf der "Reg Piste", die sich nicht besonders gut fahren ließ. Eine richtige Rumpelpiste, wo sich kein Fahrfluss festlegen lässt, jede probierte Geschwindigkeit keine Annehmlichkeit brachte. Nach dieser Strecke fuhren wir auf Landstraße Richtung Hotel in Missor. Unterwegs hielten wir an einem kleinen Café an, um einen leckeren einheimischen Pfefferminztee zu genießen. Wir waren 6 Fahrzeuge und ruck zuck hatte der Kellner mächtig viel Arbeit.
Am frühen Abend kamen wir in Missor an, gaben unsere Bordkarten ab und ich erfuhr, dass mein Mann Thomas wohl in der "Schlucht ohne Namen" einem Motorschaden erlegen ist und nun auf die Bergung wartet. Na, super, ich bin begeistert. Denn eigentlich war das Motorrad frisch gewartet aus der Werkstatt gekommen. Nach dem letztjährigen Motorschaden durfte sich das allerdings nicht bestätigen. Thomas kam dann nach einem 8 km langen Fußmarsch aus der Schlucht und einem 60 km langen Ritt als Sozius auf der Suzuki von Alex von der Orga abends gegen 21 Uhr ins Camp. Das Moped kam kurz darauf und es stellte sich raus, dass sich die Lichtmaschine durch den Aufschlag eines Steines aufgelöst hatte und somit den Motor letztendlich zum Stillstand brachte. Wertungstechnisch warf es ihn auf Platz 69 nach hinten. Nachdem er sich 2 Tage vorher 4 Wirbel ausgerenkt hatte, ärztlich behandelt wurde, entschloss er sich, das Moped aufzuladen und nicht weiter zu fahren. Das Team Kaiser hatte auch leider kein dementsprechendes Ersatzteil mit.
So fuhr er dann im Servicefahrzeug vom Team Kaiser Richtung Spanien.

Aber erst folgt noch Tag 7:
Von Missor Richtung Nador, wo auch der Hafen liegt und unsere Fähre uns nach Spanien zurückbringen soll.



Es handelte sich um eine Navigationsstrecke, die sehr sehenswert war. Anschließend noch eine kleine Spezialprüfung, die wir mit Routine erledigten und mal wirklich richtig anspruchsvoll war. Kurze Abstände, sich immer wieder ändernde Gradzahlen, Abzweige, Pistenwechsel, Koordinaten, wir ließen es fliegen. Der 2. Platz an diesem letzten Wertungstag dieser Rallye ging an uns.
Abschließend fuhren wir noch 2 weitere kleine Abschnitte über Sakka, eine kleine Berg- und Talfahrt. Natürlich durfte der afrikanische Wald, eine kernige Kletterpartie für alles Material, nicht fehlen. Aber wir hatten einen kleinen Vorteil und wussten, welches der relativ schonendste Aufstieg ist. Wir kannten ihn vom letzten Jahr. Eigentlich haben wir noch eine VDK erwartet, aber dem war leider nicht so.
Gegen 15.00 Uhr wurden wir im Hafen erwartet und bereiteten uns mit den üblichen Zollformalitäten auf unsere Heimreise vor. Motorräder und Autos wurden teilweise verladen, Adressen ausgetauscht, fachgesimpelt über Gott und die Rallye, die nun schon fast vorbei sein sollte. Diesmal wurden wir richtig vom Zoll gefilzt, da wieder marokkanische Männer versucht hatten, sich in und unter unsere Fahrzeuge zu schmuggeln, um nach Europa zu gelangen.
Die Überfahrt war entspannt und pünktlich, der Nachteil war nur, dass die Bordkantine samt Restaurant geschlossen war. Also gingen wir ein wenig hungrig ins Bett.
Am nächsten Morgen in Almeria kamen wir zügig durch den Zoll durch und konnten direkt in die abschließende Navigationsetappe starten. Ohne jegliche GPS-Koordinaten freuten wir uns auf diese Herausforderung. Über einige wirklich kleine und ferngelegene Bergdörfchen fanden wir die Super Moto Strecke am kniffligsten. Knallenge Kehren auf 13 km, die Fahrbahn etwa ein Auto breit, meisterte mein Frontera ohne Probleme.

Im Anschluss war Zieleinlauf am Strand von Mojacar, wo wir noch einen Umtrunk an der Strandbar nahmen und abschließend gemeinsam im Konvoi 13 km durch ganz Mojacar zum Hotel "Marina Playa" fuhren. Dort erwartete uns die offizielle Siegermitteilung und viel ordentlich gekühltes Dosenbier. Motorradreifen wurden verheizt und die Gewinner wurden mit einer ordentlichen Sektdusche bedacht.
Abends um 21.00 Uhr wurden wir frisch geduscht zur Siegerehrung erwartet, das wollten wir uns ja nicht entgehen lassen.
10 Jahre Tuareg Rallye sind schon eine beständige Sache, die manch andere Veranstalter nicht mithalten können. Somit freuen wir uns für Rainer samt seiner Mannschaft, die wirklich einen Haufen Arbeit mit der ganzen Organisation hatten. Gratulation.

Für das Team Kaiser sprangen auch einige Pokale raus.
Wir gratulieren:

Thorsten Kaiser, 2. Platz in der Profiwertung der Motorräder sowie auch Robert, Günther, Schorschi und Thomas mit Platz 69, er fiel wegen einen Defekt aus und wurde nach hinten durchgereicht.




In der Amateurwertung landete Fabian Görlach auf dem 2. Platz, Karsten Medla auf Platz 4. Jungbluth Thomas fuhr sich den 1. Platz in der 2-Zylinderwertung nach Hause.

Bei uns, in der Amateurklasse der Autos belegten unsere Berliner Amthor und Tiarks im Defender 90 den 1. Platz.
Platz 3 belegte das Team Rappelkiste Uwe& Dennis (rechts) aus unserem Team "Dreamteam 4 Desert" als absolutes "Greenhorn".

Auf dem vierten landete der Iltis aus Bremen.
Mit dem 5. Platz sind wir dieses Jahr mehr als zufrieden, wenn man bedenkt, mit welchem Material so manch einer an der den Start geht, absolut zufrieden.

Sechster wurden Guido & Dani vom Lutschershop und last but not least, Platz 7 für Stefan mit seinem Range "Fridge", der seinen Namen deshalb weg hat, weil er so weiß und eckig wie ein Kühlschrank aussieht.

Zur Teamwertung 1. Platz gratulieren wir den "Desert Rats", das “Dreamteam 4 Desert” musste sich leider geschlagen geben.

Der erste Platz der Damenwertung geht an uns Rallyeladies Christina und Ulrike.

Der Abend wurde richtig lustig und erotisch gestaltet, es gab gute Musik und eine Stripperin als Zuckerl, wo manch eine/r, ihren/seinen Spaß hatte.

Somit landete Rainer, unser Veranstalter, samt Klamotten im Pool und alle amüsierten sich köstlich.
Nach einem kräftigen Katerfrühstück machten wir uns gemütlich auf, um unsere 2150 km lange Heimreise anzutreten. Heute gemütlich bis Barcelona, das war der erste Abschnitt. Wir übernachteten in einem günstigen "Etaphotel". Am nächsten Tag trennten sich unsere Wege und ich fuhr in einem Rutsch abwechselnd mit Jörg direkt nach Hause. Früh morgens um 3.00 Uhr am Donnerstag kamen wir zu Hause an. Den restlichen Weg nach Dresden für Jörg übernahm die Deutsche Bahn.

Als letztes möchte ich mich aber noch ganz herzlich bei einigen Verwandten, Freunden und Kunden bedanken:

Bei meinem Masseur Horst Häusser, der uns mit "Mangostan", einem einzigartigen Kombinationsprodukt ausstattete. Mangostan-Gold bietet den effektiven Schutz gegen freie Radikale und oxidativen Stress.
* Für eine starke innere Abwehrkraft gegen tägliche Umwelteinflüsse
* Für Ihre Gesundheit und Ausgeglichenheit
* Für ein starkes Immunsystem in stressigen Zeiten


Bei Thomas, meinem Mann, der mir immer seine Werkstatt zur Verfügung stellt und mir bei schwierigen technischen Sachen hilft; auch auf der Rallye. Er darf sich jetzt auf die Rallye in der Mongolei freuen. www.rallye-mongolei2008.de



Bei unserem gemeinsamen Team " Dreamteam 4 Dessert" , Guido & Dani, Uwe & Dennis und die Berichterstattungen auf unseren Homepageseiten.

Bei meinen Aushilfsnavigatoren Claudia Berger und Pitter (Peter Kilian).




Beim Team Kaiser

Bei RM-Rallye-Tec, für hervorragendes Material und Rabatte.

Nicht zu vergessen: Ralf und Michael, das eigene Serviceteam vom Lutschershop und der Rappelkiste für ihre große Hilfe bei meiner Reparatur am Frontera.

Uli, danke, dass Du trotz deines Mittelfußbruches dabei warst. Hut ab.

Bei meinen Eltern, Freunden, Arbeitskollegen, die gemeinsam mit uns mit gefiebert haben.

Beim Opel 4x4 Forum, ein extra Danke für den Wüstenfuchs über die Berichterstattung in unserem Forum via SMS.

Ebenfalls ein Dankeschön an das Sorento-Forum, das uns klasse angefeuert hat.

Die Allgäuer Zeitung


Und für alles Schöne, was wir erleben durften.
Ein großes Dankeschön.
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BeitragVerfasst am: 24 Apr 2008 00:32    Titel: AW: Wichtig: Die Tuareg Rallye in Marokko Antworten mit Zitat

sehr schön - beeindruckend, lebhaft und informativ...
ein Erlebnisbericht aus allererster Hand.
Ich weiss schon dabeisein zählt und die Eindrücke prägen - um so schöner für Euch, dass ihr dabei auch noch so erfolgreich ward. Nächstes mal werden wir die Berichterstattung noch etwas verbessern
Walter

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BeitragVerfasst am: 24 Apr 2008 08:34    Titel: AW: Wichtig: Die Tuareg Rallye in Marokko Antworten mit Zitat

Ich kann mich da nur anschließen: Allen Respekt dieser Welt!!! Schöner Bericht und 4x4 Driver: Einmal dabei sein wäre schon für mich ein großer Erfolg!!!
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BeitragVerfasst am: 25 Apr 2008 07:31    Titel: AW: Wichtig: Die Tuareg Rallye in Marokko Antworten mit Zitat

Also, Hochachtung vor dieser Leistung die Du /Ihr da erbracht hast. Dein Bericht ist wunderbar und auch die Bilder sind super.
Kann mich nur meinen Vorrednern anschließen.

einen schönen Tag noch
Uwe
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BeitragVerfasst am: 25 Apr 2008 08:53    Titel: AW: Wichtig: Die Tuareg Rallye in Marokko Antworten mit Zitat





MEHR GIBTS DAZU NICHT ZU SAGEN

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Gruss Mike

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bretti
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BeitragVerfasst am: 25 Apr 2008 15:24    Titel: AW: Wichtig: Die Tuareg Rallye in Marokko Antworten mit Zitat

Ich geb´s gern zu: Ich bin beeindruckt!

Gruß
Bretti
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BeitragVerfasst am: 27 Apr 2008 09:05    Titel: AW: Die Tuareg Rallye in Marokko Antworten mit Zitat

Moin Tina,
als Betroffener und Aktiver möchte ich natürlich auch meinen "Senf" dazugeben.

Mir hat es, wie bereits erwähnt, großen Spaß gemacht, bei dir die zwei Tage in den Dünen mitfahren zu dürfen.

Auch schön, dass sich dein Eindruck mit meinem deckte, dass wir uns gut ergänzt haben. Und was die Buddelei im Sand anbelangte, die hielt sich doch bei deiner umsichtigen Fahrweise echt in Grenzen

Dein Bericht ist schön und flüssig zu lesen, ohne an den entsprechenden Stellen mit Details zu sparen! Supi!

Was mir auch gut gefällt, sind die Bilder "drumherum". Habe ich doch dieses Jahr kaum Bilder von Landschaft und Leute gemacht. Prima!

Sollte mir das Moppedfahren auf der Rallye mal abgehen, wäre mir die Teilnahme "in einer Dose" eine erstrebenswerte Alternative Der Umgang bei den Rallye-Amateuren bleibt mir in erfreulicher Erinnerung und ich freue mich schon auf die diversen Nachtreffen...

Eine stolze Ehrenwerkstattzicke

_________________
Gruß aus Frechen bei Kölle

Pitter
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R_Keyser
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BeitragVerfasst am: 27 Apr 2008 19:04    Titel: AW: Die Tuareg Rallye in Marokko Antworten mit Zitat

ein wirklich guter Bericht, da bekommt man Lust es auch einmal zu versuchen
Weiter so

Lg
Rüdiger

_________________
der Horsemann der gerne Fronty fährt, jetzt mit Rolldach(einer der ganz wenigen) und LPG - Autogas,
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fips
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BeitragVerfasst am: 03 Jun 2008 20:16    Titel: AW: Die Tuareg Rallye in Marokko Antworten mit Zitat

Hallo Coolmaenchen,

bin noch nicht dazu gekommen deinen gesamten Bericht zu lesen, aber was ich bisher davon mitbekommen habe kann ich mit einem Wort ausdrücken: "beneidenswert"!

Gruß Dieter

der in Kissingen mit dem Campo am ersten Abend da war.
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Mc Fly
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BeitragVerfasst am: 03 Jun 2008 20:20    Titel: AW: Die Tuareg Rallye in Marokko Antworten mit Zitat

Coolmaennchen??? Hab ich was verpasst???
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Coolmaennchen
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Wörter: 52.385
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Fahrzeug: A-Sport, 1" BL, 30x9,5x15 BFG-MT ChromStahlfelgen



BeitragVerfasst am: 03 Jun 2008 22:36    Titel: AW: Die Tuareg Rallye in Marokko Antworten mit Zitat

Er meint natürlich unsere rallyelady aber dazu sage ich nun nichts
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Gruß Robert, Steffi & Jessika
Achtung, da wo Opel drauf steht ist nicht immer wirklich Opel drinn
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BeitragVerfasst am: 30 Jul 2008 15:16    Titel: AW: Die Tuareg Rallye in Marokko Antworten mit Zitat

mein kompliment, ein wirklich schöner bericht, der lust auf mehr macht.
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