Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Hier könnt Ihr Probleme/Fragen zum Opel Frontera posten.

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dieselfalk
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Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von dieselfalk » Sonntag 23. Dezember 2018, 10:50

Hallo Gemeinde,

ich bin neu hier und habe mich nun angemeldet, da ich Besitzer eines kurzen Frontera B Bj. 1999 RS mit 2,2L 16V bin.
Kaufgrund war die Suche nach einem gut geländefähigen und in Anschaffung günstigen Fahrzeugs, welches im Wald ohne große Reue auch ruhig mal "anecken" darf.

Nach einiger Recherche und Vergleichen bin ich beim urigen Frontera B gelandet.
Früher habe ich gerne und ausgiebig an Autos geschraubt, bin ganz gut ausgestattet und hatte keine Scheu auch ein defektes Fahrzeug zu kaufen.

Nun steht er hier und ich will ihm die nächsten Tage und Wochen wieder Leben einhauchen.
Der Vorbesitzer sagte mir, der Wagen wäre auf der Autobahn bei ca. 100km/h einfach ausgegangen, ohne irgendwelche vorausgegangenen Dinge.

Hier im Forum gab es mehrere Berichte von Zahnriemenübersprung bzw. Riss, auch nach recht kurzer Laufzeit von 60tkm, das war also die erste Idee.
Nun steht das Fahrzeug bei mir auf dem Hof und ich konnte einen ersten Blick unter die Riemenabdeckung machen. Optisch schaut der Riemen gut aus, die Spannung ist ein bisschen locker, die Markierungen stimmen auf den ersten Blick. Das Motor Durchdrehen mit Ratsche zeigt Kompressionszeichen und keine "Rastungen". (Ich brauche noch die speziellen E Torx Nüsse, so konnte ich das Kurbelwellenriemenrad und die Riemenabdeckung noch nicht demontieren) Somit bleibt etwas Restunsicherheit beim Timing...
Falls sich das korrekte Timing bestätigt, in welcher Reihenfolge würdet ihr die Fehlersuche weiter verfolgen?
Die Frage zielt darauf ab, in welcher Häufigkeit welche Dinge kaputt gehen und einen plötzlichen Motorstillstand bewirken. (mir geht es also nicht um grundlegendes, sondern fronteraspezifisches)

Von meinem Bora TDI habe ich ein günstiges OBD2 Diagnosegerät a la China, eine Buchse hat der Wagen. Welche Software ist brauchbar oder ist das bei den paar auslesbaren Steuergeräten gar nicht nötig?

In jedem Fall wären ein paar gute Tips für den Einstieg hilfreich und ich hoffe auf eine angenehme Zeit hier im Forum.
Ich wünsche euch allen harmonische und entspannte Feiertage, sowie guten Rutsch ins neue Jahr.
Euer Falk

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Der Ralf
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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von Der Ralf » Sonntag 23. Dezember 2018, 11:02

Moin Falk und ein herzliches willkommen hier bei uns.

Wenn der Riementrieb ok ist und sonst am Motor augenscheinlich alles ok ist würde ich mit den Kraftstoffsystem beginnen .
Als estes das Kraftstoffpumpenrelais prüfen / tauschen dann die Benzinpumpe und die verkablung zu dieser.
Die Relais geben gerne mal den geist auf was dann zufolge hat das der Motor einfach ausgeht. .Wenn du die dri großen kontakte am Stckplatz bruckst und er dann anspringt ist es das Relais wenn nicht mal hinten am Tank hören ob bei gebrückten Steckkontakten die Pumpe läuft. Wenn nicht ... viel spaß beim Tank ausbauen.
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Rainer.M
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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von Rainer.M » Sonntag 23. Dezember 2018, 11:26

Der B hat dieses Hauptrelais nicht, was beim A immer wieder zickt...

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von Haschek » Sonntag 23. Dezember 2018, 13:24

Stelle erstmal sicher, dass mechanisch alles in Ordnung ist. Mir ist ohne viel Krawall das Pleuel vom ersten Zylinder abgerissen. Der Motor machte danach sogar noch Anstalten, wieder anspringen zu wollen.
Der Traum vom billigen Auto mit Motorschaden, der sich als eine kleinigkeit entpuppt, geht leider allzu selten in Erfüllung.

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von dieselfalk » Sonntag 23. Dezember 2018, 14:45

Wenn die Zündung angeschaltet wird, dann hört man für ca 4-5 sec. die Pumpe (wahrscheinlich im Tank) laufen.

Es gibt also keine häufig vorkommenden Fehler am Motor?
Kraftstoffsystem und Zündung werde ich natürlich prüfen, nachdem das Riementiming geprüft ist.
Vorher muss ich aber die E Torx Nüsse besorgen.....

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von Asconajuenger » Montag 24. Dezember 2018, 02:59

Als erstes würd ich die Steuerzeiten überprüfen.
Danach gehts an die Heilige dreifaltigkeit des Motors:
Kommt Sprit vorne an?
Zünden alle Zündkerzen?
Bekommt der Motor Luft (Ansaug alles dicht)?

Das sind schon mal die Grundvorraussetzungen.
Dann würd ich ihn mal auslesen wenn das vorherige alles stimmt, und trotzdem nix geht.
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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von dieselfalk » Montag 24. Dezember 2018, 09:45

Schon mal Danke für die guten Tips.
Ich werde wie im vorigen Post vorgehen.
Was genau schaltet die Wegfahrsperre aus bzw. woran erkennt man, dass sie aktiv ist?

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von dieselfalk » Dienstag 25. Dezember 2018, 00:38

Hab heute die schwache Batterie geladen und die Zündung an gemacht. Es kommen diverse Anzeigelampen, Öldruck, Generator, Bremse usw. in Gelb ist nur die Motorkontrolllampe an.
Soll es ein weiteres gelbes Lämpchen für die Wegfahrsperre geben?
Wo ist das Motorsteuergerät eingebaut?
Hat hier einer den Anschlussplan des Steuergeräts, so dass die Kontakte geprüft werden können?
Außerdem die Frage wie der Innenspiegel abgemacht wird? Ich habe einen abgebauten hier liegen, da muss von unten mit kleinem Schraubendreher eine Federlasche weggedrückt werden, soweit klar. Nur trotzdem lässt sich das Teil nicht nach oben aus der fixen Glashalterung schieben. Sitzt wackelfrei und bombenfest.

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von carawahnsinn » Dienstag 25. Dezember 2018, 07:44

Zum Spiegel, Lasche drücken und ein "bischen" rappeln, die Teile haben sich in den letzten 20 Jahren eben ein bischen verheiratet

Fehlesuche Motor:

- Steuerzeiten kontrollieren

- Benzinpumpe, -druck

- Zündung, hat er Zündfunken? Wenn nicht OT Geber Kurbelwelle, der regelt nicht nur wann, sondern auch, ob er zündet, also durchmessen.

Das Benzinpumpenrelais ist meiner Erinnerung dasselbe wie die anderen auch im Sicherungsten auch, da kannst du hin und her tauschen
Meine Bastelarbeiten
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Opel Frontera 3,2 und festgerostete Schrauben bekommen eine neue Dimension :meinung:

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von dieselfalk » Dienstag 25. Dezember 2018, 21:32

Danke für die Info.
Sobald die "Nüsse" da sind prüfe ich die Steuerzeiten.
Hier habe ich noch einige Fragen.
Also der Nockenwellensensor kann die Zündung gänzlich verhindern?
Wie ist das mit der Wegfahrsperre? Gibt es außer der MIL noch ein Anzeigelämpchen?
Und wo ist das ECU (Motorsteuergerät) im Wagen verbaut?

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Rainer.M
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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von Rainer.M » Dienstag 25. Dezember 2018, 21:43

Nicht der Nockenwellensensor sondern der Kurbelwellensensor. Und für die wfs findest du hinterm Tacho im Leitungsstrang des Armaturenbretts noch eine Sicherung.

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von Haschek » Mittwoch 26. Dezember 2018, 08:28

Ich fände es spannend zu wissen, was du genau mit dem Motorsteuergerät anstellen willst, wenn du es einmal hinter der Mittelkonsole gefunden hast.

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von dieselfalk » Mittwoch 26. Dezember 2018, 19:36

Na wenn ich nicht muss, stelle ich mit dem Steuergerät nichts an.
Falls aber zB. kein Zündfunke kommt, oder die WFS aktiv bleibt, dann könnte man dort prüfen, ob an den drei Steckern auch die richtigen Signale/Spannung/Masse anliegen.
Insgesamt glaube ich aber an keinen Sensorfehler, da kein Fehler im Steuergerät abgelegt ist. (oder er wurde schon gelöscht....)

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von mbl240 » Freitag 28. Dezember 2018, 08:55

Wegfahrsperre:

Die kann nicht sonderlich umfangreich sein; wenn man den Zündschlüssel bei meinem mit Alufolie umwickelt springt er trotzdem an; soll heissen eine Funkabfrage des Schlüssels gibt es nicht.

Wenn ich zu oft (ca. 10 mal) die Zündung an und wieder ausmache dann springt er nicht mehr an, dann bleibt die Werkstattleuchte (der Schraubenschlüssel rechts oben) beleuchtet. Dies verschwindet aber wieder nach einigen Minuten des Wartens.

mfg
mb

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von dieselfalk » Samstag 29. Dezember 2018, 17:43

So habe heute das Werkzeug bekommen und das Zahnriementiming geprüft.
Das Timing ist in Ordnung gewesen, lediglich ein kleines bisschen nachgespannt werden musste er.
Daraufhin habe ich erstmal alles zusammengebaut (beim Kauf waren die Luftführungsrohre und der Nockendeckel offen gewesen)
Startversuche ergaben einen sehr schüttelnden unrunden und patschenden Lauf, gepaart mit Rückschlägen im Ansaugtrakt. Meist nur 1-3 sec. lang (Es klang so, als wäre die Zündreihenfolge von 2 Zylindern falsch....)
Die Kerzenstecker kann man ja nicht vertauschen, wegen der Kabellänge ist das eindeutig. Kann man sie in der Zündspule falsch einstecken?
Werde morgen mal schauen, ob es im Fehlerspeicher was abgelegt hat.
Falls nicht, was kann das jetzt sein?
Gibt es im Ansaugtrakt irgendwelche Regelklappen? (ausser der Drosselklappe und AGR natürlich)

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von Haschek » Samstag 29. Dezember 2018, 18:01

Ja, die Kabel an der Spule sind wahrscheinlich vertauscht. Sie sind beschriftet,

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von jj.77 » Samstag 29. Dezember 2018, 18:49

Bei einem meiner ersten Schlachtkandidaten hatte ich damals die Zündkabel markiert. Vielleicht hilft das:

Bild

Bild

Nur: wenn er auf der Autobahn einfach aus gegangen ist, werden die Kabel bis dahin wohl richtig gesteckt gewesen sein. Dann käme nur die Zündspule selbst in den Kreis der Tatverdächtigen - oder auch der Nockenwellensensor, der oben versehentlich schon erwähnt wurde.
Mit Gruß aus Bad Hönningen
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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von dieselfalk » Sonntag 30. Dezember 2018, 16:51

Vielen Dank für die Bilder und Zündungsanschlüsse, aber da war alles in Ordnung.
Habe aber einen Fehlercode P0336 Crankshaft Position Sensor und die MIL ist an.
Der Sensor ist links vorne unterhalb der Servopumpe oder?
An die erfahrenen Opelschrauber hier, passt das bisher erlebte Fehlerbild zu einem defekten Kurbelwellensensor?

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von jj.77 » Sonntag 30. Dezember 2018, 18:03

dieselfalk hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 16:51
...
Der Sensor ist links vorne unterhalb der Servopumpe oder?...
Richtig, hier in der Zeichnung der obere Motor (darunter sind V6 und Diesel):

http://ecat24.com/opel/catalog/part/1/2 ... 976/30917/
Mit Gruß aus Bad Hönningen
Joachim


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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von dieselfalk » Montag 31. Dezember 2018, 14:18

Habe gerade den Kurbelwellensensor herausoperiert und nun muss ich hier mal fragen, ob das alles so richtig ist.
Der Sensor ist leicht magnetisch und er hat viele Metallspäne oben drauf.
Metallspäne sollten doch nicht frei im Motoröl rumschwimmen?
Wo kommen sie her?
IMG_4647[1].jpg

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von Haschek » Montag 31. Dezember 2018, 15:05

Du wirst ums Zerlegen der Maschine wohl nicht herumkommen.

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von Asconajuenger » Montag 31. Dezember 2018, 15:54

Hast einen neuen Sensor schon probiert?
Mfg Richy :freak:

Mein Basteltread: viewtopic.php?f=4&t=11006&p=229861#p229861

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von dieselfalk » Montag 31. Dezember 2018, 16:42

Den neuen Sensor werde ich wohl Do. oder Fr. bekommen.
Ich nehme an, der gereinigte Sensor funktioniert noch.
Werd das gleich probieren.

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von 4matic Günni » Montag 31. Dezember 2018, 17:23

Haschek hat geschrieben:
Montag 31. Dezember 2018, 15:05
Du wirst ums Zerlegen der Maschine wohl nicht herumkommen.
Naja, kommt darauf an wie die am Sensor hafteden Teilchen genau "beschaffen" sind!
Besteht der Abrieb insgesamt nur aus feinsten Partikeln, kann das schon sein das sich da etwas ansammelt mit der Zeit! Minimaler Metallabrieb lässt sich halt nie ganz vermeiden!
Wären die Teilchen größer, könnte man sich schon fragen wo die herkommen!? Aber wo sollen solche "Stückchen" entstehen? Kolbenfresser? Fresser im bereich der Kipphebel?

MfG Günter

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von dieselfalk » Montag 31. Dezember 2018, 19:06

Habe gerade den Sensor wieder verbaut und als Zufallsbefund indirekt die Ursache des Schlamassels gefunden.
Leider sind das keine guten Neuigkeiten.
IMG_4650[1].jpg
Ich tippe mal auf Pleuelabriss Zyl. 1, durch das falsch positionierte Pleuelauge dann das Loch im Block.
Hat noch jemand einen X22SE Motor?

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von dieselfalk » Dienstag 1. Januar 2019, 20:14

Hab hier schon viele Info gelesen wegen eines Ersatzmotors.
Leider sind nicht mehr alle Links zu dem Thema, speziell Sintra Motor, gültig.
So bestehten noch einige Fragen.
Hier mein hoffentlich korrekt gelesenes Wissen.
- Der Sintra Motor X22XE ist anscheinend von der Steuerklasse mit meinem X22SE gleich (erkennbar am ersten X in der Kennung)
- das XE bedeutet eine etwas höhere Verdichtung gegenüber dem SE.
- der X22XE Motor ist auch in den Frontera B verbaut worden, ab Facelift anscheinend durch X22SE und später Y22XE abgelöst
- bei einigen Umbauten des X22XE wurden die Ausgleichswellen entfernt, die Ölbohrungen verschlossen und die "alte" Ölwanne nebst alter Ölpumpe verwendet und Anpassung der Schwallbleche vorgenommen. Anscheinend gab es aber auch X22SE mit Ausgleichswellen.
- Köpfe des X22SE passen auf die X22XE Rumpfmotoren
- Abgas- und Ansaugkrümmer eines XE werden gegen die Teile des SE ersetzt
- das Peilstabloch des XE muss verschlossen werden
- evtl. weitere Umbauten Einspritzrail, Zündmodul usw.

Bitte prüft und ergänzt das wenn nötig.
Schön wäre wenn hier noch jemand einen Rumpf liegen hätte....

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von Rainer.M » Dienstag 1. Januar 2019, 22:07

Nicht ganz. Der x22xe war im sintra und im Frontera a Facelift und hat dort den 2,4er ersetzt.
Im Frontera b ist erst ein x22se und später ein y22se gewesen. Den y22se gab es meines wissens auch im Omega. Den jüngeren(y) motor in das ältere Fahrzeug einzubauen ist normalerweise kein Problem. Ggf. musst du die Anbauteile prüfen und vom alten übernehmen.

Der x22xe und der x22se haben den gleichen Rumpf. Daher kannst du auf einem spender-x22xe aus sintra oder Frontera a deinen Motor wieder aufbauen. Im sintra hatte der Motor unten mehr Platz, weil es dort keinen Antriebsstrang unterm Motor gab. Daher ist ölwanne, Ausgleichswellen etc. dort anders als im Frontera. Das kann man aber umbauen. Die Köpfe der 18, 20 und 22 dohc sind auch gleich. Die späteren Baujahre haben ein paar zusätzliche Bohrungen für die Befestigung des zündmoduls und einer Drehmomentstütze. Beim Frontera ist das aber beides egal.

Bei den 2,2er-motoren, die nach dem Frontera kamen(y22, z22) musst du aufpassen. Es gab auch einen kettenmotor. Du brauchst aber den Zahnriemenmotor.

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von dieselfalk » Mittwoch 2. Januar 2019, 18:52

Hallo Rainer,
Danke für die Info.
Ich hab jetzt schon mehr Arbeit als ich wollte, da dachte ich eigentlich nur an die Alternative des X22XE Motors.
Aber ein Detail verstehe ich nicht. Wenn ich den X22XE Block nehme und meinen X22SE Kopf draufschraube, dann sollte ich doch auch die höhere Verdichtung des XE haben.
Würde das motortechnisch ein Problem sein, zB. wegen früherer Klopfgrenze, oder könnte das durch Benzin mit höherer Oktanzahl kompensiert werden? (was trinkt ein Standard X22SE Motor eigentlich?)

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von dieselfalk » Mittwoch 2. Januar 2019, 21:40

Was dürfte ein gebrauchter X22SE Motor denn kosten?
Habe ein Angebot für einen 140tKm gelaufenen Motor (ohne Nebenaggregate) eines Gewerblichen, bin da aber gänzlich ohne Messlatte.
Weitere Details möchte ich hier nicht nennen, bitte um Verständnis.

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Re: Der Neue mit Frontera B 1999 und Motorschaden?

Beitrag von dieselfalk » Donnerstag 3. Januar 2019, 18:42

Kann mir keiner einen Tip geben, was ein faires Angebot ist?
Oder hängt das bei dem Motoralter immer vom jeweiligen Fall ab?
Falls ich einen Basisblock bekommen würde und Teile benötige, Schrauben, Wellendichtringe, Lagerschalen usw. welche preisgünstige und seriöse Anlaufstelle müsste ich anprechen?

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