Frontera A lang Höherlegung und Zahnriemen?

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GoaAndi
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Frontera A lang Höherlegung und Zahnriemen?

Beitrag von GoaAndi » Dienstag 5. November 2019, 15:26

Hallo liebe Frontigemeinde,

Ich wollte euch mal um eure Meinung fragen bezüglich ein Paar Umbauten bzw deren Kombination (natürlich Umsetzbarkeit und Tüv). Anschließend noch etwas zwecks Zahnriemen.

Also, es geht um einen Frontera A 2.2 16V lang, Bj. bzw EZ 05.96, Vorfacelift innen, Scheibenbremsen VA und HA, ohne ABS.

Der Plan wäre:
  • Traggelenks- und Kugelkopfspacer, damit die Achse etwas höher kommt (welche Höhe gibts da bzw ist realisierbar, oder sind die von SteffenP das Max bzw Sinnvollste?)
  • ein kleines Bodylift (25mm, oder doch 50mm besser?)
  • Trailmasterfahrwerk Stage ll
  • passen dann die Größeren Reifen (sollen nur ab und an mal für schwerere Einsätze rauf)?
Ist diese Kombination überhaupt Sinnvoll, oder hab ich da nen Denkfehler drin? hmm
Muss man bei der Kombination dann auch zwecks Stoßstange höher setzen usw schaun? (Ok, Lenkgestänge ist klar denk ich)
Wie ist die Realisierbarkeit beim freundlichen Prüfer?

So, und nun noch wegen Zahnriemen.
Da es ja der berüchtigte 2.2er ist, bei dem der Zahnriemen gern mal flöten geht, hab ich mal wegen Kevlar bzw Carbonzahnriemen geschaut. Hab leider nich die Länge und Zahnung des Riemens den der 2.2er braucht, daher noch nicht recht weitergekommen.
Der Motor wurde vor 60tkm komplett revidiert und würds schade finden, wenn der dann flöten gehn würde wegen 100€ oder so mehr alle 4 Jahre. Der Vorbesitzer hat da noch echt richtig Geld reingesteckt und da wärs schade drum das nicht zu würdigen.
Hätte jemand die Maße des Zahnriemens?
Was haltet Ihr davon? Gates und Optibelt stellen solche her soweit ich das bisher sehn konnte.

So, schonmal Danke fürs lesen dieses 100-Zeilers, :D , und zerreißt mich bitte nicht in der Luft, wenn ich Schwachsinn geschrieben hab. Bin kein Mechaniker und will meinen Kleinen nur liebevoll herrichten dass wir lang ne schöne Zeit haben können. :funny: :wink: :D

Grüße Andi :anim:


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Das Maß aller Dinge kann manchmal auch nur 1/3 sein. hmm

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Rainer.M
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Re: Frontera A lang Höherlegung und Zahnriemen?

Beitrag von Rainer.M » Dienstag 5. November 2019, 20:30

Ich finde Bodylift hässlich und das trailmaster zu teuer. Und überhaupt, was willst du dich groß rumärgern mit dem Karren. Hinten Federn vom Monty rein oder terrano etc. Es gibt auch OEM ein paar, die etwas höher sind. 31er-räder bekommst du beim a drauf. Da würde ich kein großes Theater drumherum machen. Die Differentiale kriegst du nur mit größeren Rädern hoch und mehr als 31 macht mit den kleinen Motoren keinen Sinn. Nur etwas härtere Federn und moderat mehr Platz im Radhaus. Gerade so, das du bei den originalen Dämpfern bleiben kannst. Dann fährt der sich gut, bleibt günstig zu reparieren und du musst keine Änderungen an Tank und Stoßstangen machen. Und für den tüver gibt's außer Räder eintragen auch nix weiter zu tun. Und selbst das kannst du dir meist sparen. Paar vernünftige, etwas gröbere AT mit verstärkten flanken. Dazu holst du dir nen reifendruckmesser. Dann kannst du vorm Geländeeinsatz die Luft im Reifen reduzieren und die karre arbeitet sich schon durch. Ggf. noch Spurplatten für die Optik oder gleich die 15er-felgen vom alten A.

Vorn kannst du die Federung hochdrehen. Wenn du die Federung zu hoch drehst, dann schlägt die karre bei der oberen Auslenkung an so gummipuffern an und hoppelt. dort kannst du entweder etwas Material runter nehmen oder musst halt zurück drehen. Die spacer vorn sind nur Korrekturen der achsgeometrie. Kann sinnvoll sein. Gibt aber eben auch wieder Fragerunde beim TÜV.

Was dem Geländeeinsatz viel dienlicher ist, leg nen Bandstahl über die Abgasanlage und die ölablassschraube. Und vorn kannst du den Kunststoff-Schutz gegen den Stahlschutz vom alten a tauschen. Der passt genau. Dann störts auch nicht, wenn du denn Karren mal aufsetzt.

Der lange a ist recht unkompliziert und ohne große Umrüstung für alles mögliche zu nutzen. Und spielt im Gelände auch so gut mit. Und falls doch mal was schief geht, ist der Ärger nicht so groß. wenn du dagegen den pompösen Auftritt vor der Eisdiele brauchst, ist der frontera vielleicht das falsche Fahrzeug.

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Re: Frontera A lang Höherlegung und Zahnriemen?

Beitrag von vario » Dienstag 5. November 2019, 22:01

Hallo Andi,

ich bin Fronterafahrer seit Februar 2018, Modifikationen bisher:
* Frontbügel (einfach dranschrauben)
* Reifen BF Goodrich AT KO2 245/75R16 (ohne sonstige Umbauten)
* Bett (siehe hier: Klick!)

Das Auto hat so nun eine Rumänien- und eine Albanientour ohne Defekte überstanden.

Eine Höherlegung habe ich trotz mehrerer Offroadeinsätze bisher nicht vermißt....

Gruß aus OF

Uli

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Re: Frontera A lang Höherlegung und Zahnriemen?

Beitrag von GoaAndi » Freitag 8. November 2019, 02:08

@Rainer.M, also das mit den Monty-Federn hört sich etz für mich nach bisschen Recherche echt am besten an, haste Recht. Komm damit zwischen 3-5cm höher soweit mir gesagt wurde, oder? Bringt das mit den Spurplatten auch praktisch was, oder ist das REIN Optik? Hab mich mit sowas nie beschäftigt.
[Ad] Sry, habs schon gefunden Zwecks Spurplatten. (Erst suchen, dann fragen....aber wenn man mal im schreiben drin ist... :wand: :P )

Zwecks Unterbodenschutz hab ich glaub ich alles drunter was es gibt, insofern ich alles kenne... hmm :P Sind auch die vom Alten, kein Plastik, alles massiv. Und sehn egtl wie Neu aus.
Will meinen Fronti für Arbeit, aber auch Privat rüsten.
Hinten zum schlafen wenn ich mir eine aufgerissen hab, und Höherlegung, dass ich besoffen nicht mehr einsteigen kann.
:lol: Nö Scherz :funny: :lol2:

Höher bringen, da bei uns im Wald das mit der Bodenfreiheit so ne Sache ist, weniger Schlamm, eher Buckelpiste Schwarz, setzt man gerne auf. Also soll ein Arbeitstier werden, werd aber auch des Öfteren/oft drinnen pennen, wenn ich lange Touren unterwegs bin oder es zu regnen anfängt und die Hängematte keinen Sinn mehr macht. :-? :D

@vario, ja der Fronti is vonhausaus schon recht Robust, was? Will nur bisschen mehr rausholen um etwas besser "vorbereitet" zu sein. :funny:


* -Was denkt Ihr denn wegen dem Thema Zahnriemen was ich angesprochen hatte?
Hab halt keinen Bock, dass mir der reißt, nachdem der Motor vor kurzem revidiert wurde....hab da egtl generell keinen Bock drauf. :o 8) :lol:
Das Maß aller Dinge kann manchmal auch nur 1/3 sein. hmm

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Re: Frontera A lang Höherlegung und Zahnriemen?

Beitrag von Rainer.M » Freitag 8. November 2019, 12:16

Spurplatten bringen die Räder etwas raus. Vordergründig ist das Optik. Auf der Autobahn kommst du mehr in die ausgelutschten lkw-spuren. Im Wald kannst du dafür etwas besser den fester ausgefahrenen spuren der Nutzfahrzeuge folgen.

Ich selber hatte auf meinem crosscontact at. Unbeabsichtigt habe ich die auch schon mal mit 0,6..0,8 bar auf der Autobahn gefahren. Auquaplaning war top und auf den hier typischen losen Untergründen haben die mich nie im Stich gelassen. Aber nur M+S, daher aktuell kein Ganzjahres-/Winterreifen. Aber man hört sich viel gutes über diverse andere Reifen. Von daher würde ich mir allein wegen des Komfort auf der Straße das mit den MT bzw. POR gut überlegen.

Was den Zahnriemen betrifft: Ich hatte zuletzt ein Angebot, das ein Motortausch für unter 1500€ zu realisieren ist. Und ganz ehrlich, vernünftiges Material und fachgerechte, penibel an den Werksvorgaben orientierte Verarbeitung und der Motor ist genauso gut oder schlecht, wie alle anderen. Was hilft dir am Ende der Premiumriemen, wenn der Spanner wegen fehlerhafter Montage versagt. Und ursprünglich sollte der Zahnriemen ja auch Mal 120.000km und 8 Jahre drin bleiben. Und die Verarbeitungsqualität der Ersatzteile ist über die Jahre auch besser geworden. Das heißt aber nicht, das man nicht trotzdem Pech haben kann. Ich habe über die Zeit bei meinem 2x Zahnriemen machen lassen und immer anständige Qualität geholt. Riemen war von Gates, rollen, Spanner, Wapu war Scheffler.

Was die höherlegung betrifft: Bodenfreiheit gewinnst du nur mit größeren Rädern. Und alle Maßnahmen dienen nur dazu, für eben diese Räder Platz zu schaffen. Federn/Fahrwerk setzt zwischen Achse und Rahmen an. Das verändert das Fahrzeug kaum, hat aber Einfluss auf das Fahrverhalten. Das sollte man gezielt ausnutzen. Der B wird zum Beispiel wesentlich straffer mit a-federn. Und du musst dir alle teile anschauen, die eben zwischen rahmen und achse sind. Da sind zum Beispiel Bremsleitungen oder auch kreuzgelenke.
Mit Bodylift schaffst du Platz zwischen rahmen und Karosse. Meist siehst du dann aber hässliche spalten, weil Tank und Stoßstangen am rahmen befestigt sind. Und Du musst dir alle teile anschauen, die rahmen und Karosse verbinden, zum Beispiel die Lenkstange, aber eben auch wieder Bremsleitungen.

Beim a musst du zum Glück nicht so viel machen. In den Radhäusern ist genug Platz. Und statt dem riesen Aufwand, die karre wenige Zentimeter höher zu bekommen, lässt sich mit wesentlich weniger Aufwand die karre auch so panzern, das es dem Auto nicht weh tut, wenn er Mal aufgesetzt wird. Vorn unterm Motor haben die neueren a eine große Kunststoff/Schaumstoffplatte. Die alten a hatten hier eine Stahlplatte. Dann gibt's am Getriebe noch eine kleine Platte, die unter dem Fahrzeuggewicht nachgibt und dann steht die Ölablassschraube raus. Hier kannst du auch ein kleines Stück stahl aufschweißen. Und die Abgasanlage. Die reißt du dir am Unterholz auch auseinander, wenn du da nix machst. Mit diesen kleinen Änderungen habe ich meinen A überall durchbekommen...

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